Wer sich auf die Suche nach einem günstigen Konto macht, muss die Konditionen der verschiedenen Anbieter kennen. Allerdings sind die Leistungen und Gebühren für den Verbraucher im Zusammenhang mit einem Girokonto nicht auf Anhieb zu erkennen. Tatsächlich gibt es Unterschiede, die auf Seiten des Kunden zu einer Kostenersparnis führen können, weshalb sich ein Vergleich lohnt.

Das Girokonto und seine zentrale Bedeutung

Dem Girokonto kommt eine zentrale Bedeutung zu, da der gesamte Zahlungsverkehr darüber abgewickelt wird und es insoweit eine selbstbestimmte Teilhabe am täglichen Leben sichert. Doch noch immer gibt es Menschen, denen es verweigert wird, ein Konto zu eröffnen. Das liegt an der im Bankrecht herrschenden Privatautonomie, nach der sich die Banken die Kunden selbst aussuchen dürfen. Deshalb werden in einigen Bundesländern vor allem Sparkassen von Gesetzes wegen verpflichtet, jedermann ein Girokonto auf Guthabenbasis zugänglich zu machen, wozu mit Ausnahme von Berlin die ostdeutschen Bundesländer sowie Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern gehören. Das gilt auch hinsichtlich einer Schufa-Abfrage, die nur dann bei einer deutschen Bank entfällt, wenn Sie ein Konto im Guthabenbereich eröffnen.

Kostenfreie und kostenpflichtige Leistungen

Über das auch im Internet zur Verfügung stehende Preis- und Leistungsverzeichnis eines Kreditinstituts bringen Sie in Erfahrung, welche Leistungen eine Bank in Bezug auf ein Girokonto bietet und welche Gebühren sie erhebt.

Leistungen, die meistens frei von Gebühren sind:

– Keine Gebühren fallen regelmäßig für die Kontoführung an. Mit Kontoführung ist jede Art von Transaktion gemeint, beispielsweise der Lastschrifteneinzug, das Einrichten von Daueraufträgen, Überweisungen sowie Kartenzahlungen.
– Ebenfalls unentgeltlich ist der periodische Rechnungsabschluss, der laut Gesetzgeber zwingend mindestens einmal im Jahr für ein Konto erfolgen muss.
– Überweisungen von einem Konto im Inland auf ein anderes inländisches Konto sind kostenfrei, wovon es erste Abweichungen gibt, sofern diese nicht telefonisch oder online beauftragt werden.
– Kostenfrei ist auch die Zuteilung einer EC-Karte und einer Kreditkarte, die beide Teil der zur Grundausstattung für ein Girokonto sind.
– Keine Gebühren werden erhoben für die Nutzung von Geldautomaten Ihrer Hausbank oder solchen, die sich mit dieser in einem Verbundsystem zusammengeschlossen haben.
– Ebenfalls kostenfrei ist das Bereitstellen der Kontoauszüge für Ihr Konto, sofern diese online, an der sogenannten Post-Box oder über einen Kontoauszugsdrucker abgerufen werden.

Leistungen, die gebührenpflichtig sind

Es sind die gebührenpflichtigen Leistungen beim Girokonto, bei denen erhebliche Preisunterschiede vorliegen können.

– Für die Deckung eines kurzfristigen Geldbedarfs über einen Dispositionskredit erheben Banken Gebühren in Form von hohen Zinssätzen, die erheblich voneinander abweichen können.

– Gebühren werden auch fällig, wenn Sie an Geldautomaten Geld abheben, die nicht Ihrer Hausbank oder dem Verbundsystem Ihrer Hausbank angehören.

– Gebühren erheben Banken auch im Zusammenhang mit Rücklastschriften, die anfallen, wenn Ihr Konto bei einem Lastschrifteneinzug nicht über eine ausreichende Deckung verfügt.

– Verlieren Sie Ihre EC-Karte oder Ihre Kreditkarte, erheben Kreditinstitute unabhängig vom Verschulden Gebühren für das Sperren Ihrer Karte sowie für das Ausstellen einer neuen Karte.

– Müssen Sie eine Überweisung, beispielsweise wegen eines Zahlendrehers, widerrufen, lassen sich Banken den Rückrufservice ebenfalls vergüten.

Es liegt als Verbraucher und Kunde einer Bank in Ihren Händen, die Gebühren in Bezug auf das Girokonto miteinander zu vergleichen. Filtern Sie die besten Konditionen hinsichtlich Preis und Leistung heraus, schonen Sie Ihren Geldbeutel und wechseln Sie zu einem kostengünstigeren Anbieter.